Kamera X20

Welche Kamera und Objektiv passt zu mir?

Die Antwort auf die Frage: Welche Kamera und Objektiv passt zu mir ist nicht ganz einfach. Zuerst die gute Nachricht. Für tolle Fotos brauchst du keine superteure Kamera. Nun die Schlechte. Wenn du gute Bilder machen willst, musst du auch Geld ausgeben. Doch keine Angst, die Kamera ist nur dein Werkzeug, die schönen Fotos machst du.

Wieviel Geld will ich ausgeben?

Dein Geldbeutel schränkt die Suche nach der richtigen Kamera oft ein. Du solltest aber nicht weniger als 300 Euro ausgeben. Wenn du kannst, gibt mindestens 500 Euro aus.


Welches Objektiv nehme ich?

Sogenannte Kit-Objektive sind meistens mit der Kamera im Angebot und ganz gut geeignet für den Start. Beachte aber, dass du das Kit-Objektiv später, nach ein bis zwei Jahren, nicht mehr nutzen wirst. Trotzdem empfehle ich dir für den Start das Kit-Objektiv und damit anzufangen.

Bei einigen Kameratypen kannst du das Objektiv gesondert kaufen. Das richtige Objektiv auswählen ist ein Kapitel für sich, über das ich vielleicht später einmal berichten werde.

Hast du eine Kamera mit eingebautem Objektiv, das du später nicht wechseln kannst, achte darauf, dass der optische Zoom nicht zu groß ist. Es ist am Anfang vielleicht verlockend, weit entfernte Motiv nah heranzuholen, wird sich aber mit der mangelhaften Bildqualität rächen. Ich empfehle maximal 100 mm.

Wichtig ist auch die Blendenzahl. Je kleiner die Zahl ist, umso besser kannst du in dunkleren Umgebungen fotografieren. Eine Blende von 2.8 ist super, 4.5 wäre gerade noch ausreichend.


Wieviel will ich tragen?

Das ist für mich ein ganz wichtiges Auswahlkriterium. Je nah Kameratyp ist das Gewicht sehr unterschiedlich. Am schwersten sind in der Regel die Spiegelreflexkameras. Doch nicht nur die Kamera wiegt einiges, sondern auch das Objektiv. Viele Hobby-Fotografen haben zwei Kameras, da sie nicht immer das ganze Foto-Equipment mitnehmen wollen. Besonders bei Ausflügen mit der Familie, was ja Thema meines Blogs ist.

Achte also auf das Gewicht und ob du bereit bist eine schwere Fototasche mitzunehmen.

Wenn du noch keine Kamera hast, nimm einfach mal eine vergleichbar schwere Tasche bei deinen Ausflügen mit. Dann weißt du, was ich meine.


Was will ich in den Händen halten?

Ich brauche eine etwas größere Kamera. Große Drehräder und nicht so kleine winzige Knöpfchen. Die Haptik spielt dabei eine entscheidende Rolle. Mit Haptik meine ich das sinnliche Erleben und Tasten der Kamera. Es soll ja Spaß machen, das Fotografieren.

Das “was will ich in den Händen halten” wirkt sich natürlich auf das Gewicht aus.


Was noch wichtig ist.

Es gibt noch ein paar technische Dinge, die mir wichtig sind. Ich glaube, dass sie auch für dich von Bedeutung sein werden.

Einen Sucher haben

Spätestens wenn die Sonne hell scheint und du auf dem Display nur schwer etwas erkennen kannst, wirst du dir einen Sucher wünschen.

Ein Klapp-Display

Ein Display hilft dir in folgenden Fällen: Aufnahme von tief unten heraus. Da hast du die Wahl, dich auf den Boden zu schmeißen oder bequem das Klappdisplay zu nutzen. So verhält es sich auch mit Aufnahmen über dem Kopf. Ich achte immer darauf, dass sich das Display klappen lässt.

Eine "Wasserwaage"

Eine “Wasserwage” musst du nicht haben. Ich habe mich daran gewöhnt und aus diesem Grund möchte ich diesen Punkt nicht unerwähnt lassen.

Die “Wasserwaage” wird dir im Display oder im Sucher anzeigt. Ich empfinge das als sehr hilfreich. Die Fotos kippen nicht und brauchen später nicht mit Bildverlust gerade gerückt werden. Allerdings schränkt das deine Suche nach den Kameras sehr ein.

Fotografiemodus

Die Kamera sollte nicht nur alles automatisch machen. Du solltest später die Möglichkeit haben auch alle Dinge manuell einzustellen. So kannst du die Art zu fotografieren auf deine Vorlieben anpassen.

Im RAW Format fotografieren

Auch wenn du am Anfang nicht in diesem Format fotografieren willst und keine Fotobearbeitung planst, nimmt bitte eine Kamera, die dieses kann. Später wirst du sehen, dass die Fotobearbeitung vom RAW Format wesentlich bessere Ergebnisse liefert.


Mein Fazit

Du kannst dich natürlich auch über die anderen technischen Details informieren, wie Megapixel, ISO, ND Filter, Sucherauflösung, Touchscreen und so weiter. Aber ich denke, das wird dich anfangs nur verunsichern. Meine Fehlkäufe waren die, bei denen ich meine beschriebenen Kriterien nicht beachtet habe.

Welche Kamera und Objektiv passt zu mir?

Das sind meine Auswahlkriterien:

  • dein Geldbeutel schränkt die Auswahl ein. Zusätzliche Objektive kosten später viel Geld
  • achte auf das Objektiv und die Blende
  • überlege, wie viel Gewicht du tragen willst
  • magst du kleine fummeligen Kameras, oder willst du was in den Händen halten
  • ein Kit-Objektiv ist durchaus in Ordnung
  • die Kamera sollte das RAW Format beherrschen, einen Sucher und ein Klapp-Display haben
  • die Kamera sollte verschiedene Modi bieten – nicht nur einige Automatikeinstellungen

Was sind deine Erfahrungen? Konnte ich dir bei der Auswahl helfen?

Es würde mich freuen, wenn du mir deine Meinung oder deine Erfahrung mitteilst. Einfach unten das Kommentarfeld nutzen.