Vier Geheimtipps für Oldenburg

Ein Gastbeitrag

Heute darf ich, Michelle, vom Blog The Road Most Traveled über meine Wahlheimat Oldenburg in Oldenburg berichten. Für mein Chemiestudium bin ich in die Universitätsstadt gezogen und ich fühle mich hier sehr heimisch. Obwohl Oldenburg eine der vier größten Städte Niedersachsens ist, hat die Stadt ein tolles, gemütliches Flair. Die typischen Sehenswürdigkeiten wie das Schloss, die verschiedenen Museen oder den Schlossgarten kennen die meisten, die sich mit Oldenburg befassen. Deshalb möchte ich heute auf vier unbekanntere Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten eingehen, also gibt es echte Geheimtipps.

Eine Oldenburgerin verrät vier Geheimtipps in Oldenburg


Oldenburger Walk of Fame

Ihr habt richtig gelesen: Oldenburg hat einen Walk of Fame, den wohl wenige kennen. Der Walk of Fame hat seinen Ursprung im Internationalen Filmfest Oldenburg, dem bereits Filmstars wie Keith Carradine, Moritz Bleibtreu und Nicolas Cage beigewohnt haben. Den Walk of Fame könnt ihr vor dem Eingang der OLB Filiale, auf dem Parkplatz, in der Gottorpstraße finden.


Internationales Filmfest Oldenburg: Einen Film in der JVA sehen

Ein weiteres Highlight zum Oldenburger Filmfest sind die Filmvorstellungen in der JVA Kreyenbrück. Es wird vorab eine Einverständniserklärung ausgefüllt und mit der Kopie des Personalausweises oder Reisepasses eingereicht. Diese Formulare werden zur JVA gegeben. Am Filmtag muss man alles vorne abgeben, man wird durchsucht und darf dann zusammen mit den Insassen Filme schauen. Vor einigen Jahren wurde Pulp Fiction in der JVA gezeigt und Amanda Plummer hat eine Q&A-Runde gegeben.

Tipp: Die Tickets sind schnell vergriffen und können NICHT online erworben werden. Die JVA Tickets gibt es ausschließlich in der Hauptvorverkaufsstelle nach dem Ausfüllen der Einverständniserklärung.


Der Oldenburger Hörgarten (inkl. englischer Telefonzelle)

In Oldenburg gibt es in der Nähe der Universität (Campus Wechloy) einen Hörgarten. Dieser ist etwas für Groß und Klein. Es gibt verschiedene Aufbauten, die einem die faszinierende Welt der Akustik zeigen. Ihr könnt „über den Boden telefonieren“, sehen wie sich Wellen ausbreiten oder die Mittelohr-Pauke spielen. Am Infopoint gibt es zusätzlich eine Telefonzelle, die genau so aussieht, wie die in England. Es reicht also nach Oldenburg zu kommen, um eine der roten Telefonzellen abzulichten.

Zu erreichen ist der Hörgarten mit der Buslinie 310, Haltestelle Pophankenweg.

Adresse: Marie-Curie-Str.2, 26129 Oldenburg


Streetart in Oldenburg

Oldenburg ist mittlerweile voll von tollen Kunstwerken an Mauern verschiedenster Gebäude. Viele der Kunstwerke sind gar nicht direkt sichtbar, da sie sich zum Beispiel in kleinen Gassen in der Innenstadt (z.B. Burgstraße) oder außerhalb des Stadtzentrums (z.B. Nordstraße, beim Alhambra) befinden. Unter dem Namen sbeckyone findet man auf Instagram den Künstler hinter vielen der Kunstwerke in Oldenburg. Dazu gehört die Reihe „Kultur aus Tausch“, bei dem verschiedenste Portraits von Menschen unterschiedlichster Abstammung erstellt werden. Zu jeder der Personen gibt es eine kleine Infotafel. In Oldenburg findet ihr Keno Veith (Burgstraße), die rote Massai (Nordstraße, bei der Haltestelle Nordstraße) und eine balinesische Frau (Ofener Straße, zwischen den Haltestellen Westerstraße und Ammerländer).
Die genauen Standorte und weitere Kunstwerke könnt ihr auf The Road Most Traveled unter Streetart in Oldenburg finden.