Die Kenntnis der Brennweite ist beim Fotografieren lernen wichtig. Die Entfernung des Motivs bestimmt oftmals das Objektiv. Dabei spielt auch die Tiefenschärfe eine Rolle. Die Brennweite wird in mm angegeben. Es ist die gemessene Entfernung der Linse zum Brennpunkt.

Die Brennweite wird durch das Objektiv bestimmt. Je nach Sensorgröße hat die Brennweite eine andere fotografische Wirkung.

Nun, genug der Theorie, jetzt die Dinge, die du darüber wissen solltest. Folgende Kategorien von Brennweiten, bzw. Objektiven sind die wichtigsten:


Weitwinkel Objektive (12 mm bis 35 mm)

Typischen Brennweiten sind bei “normalen” Weitwinkelobjektiven 28 mm bis 35 mm. Bei Superweitwinkel sind das 12 mm bis 24 mm.

Das Weitwinkelobjektiv hat eine kürzere Brennweite und einen größeren Bildwinkel.

Wann setzt du es normalerweise ein:

  • du möchtest möglichst viel Panorama aufnehmen
  • Landschaften
  • Städte, Häuser, Straßen

Was ist dabei zu beachten:

Ein Weitwinkelobjektiv verzerrt am Rand. Das heißt, die Linien sind nicht mehr gerade. Manchmal ist das ein gewollter Effekt, manchmal stört es. Bei Landschaften fällt das in der Regel nicht auf, da es hier nicht so viele gerade Linien gibt.

Beispiel:



Normal - Objektive (50 mm bis 60 mm)

Das Normalobjektiv gibt ungefähr die Sichtweise unseres Auges wider.

Wann setzt du es normalerweise ein:

  • in sehr vielen Situationen

Was ist dabei zu beachten:

Du bekommst nicht so viele Dinge auf das Foto (siehe Weitwinkel). Ansonsten gibt es nichts zu beachten, außer, dass du ein wenig laufen musst, um den Bildausschnitt zu wählen. Der sogenannte Turnschuh-Zoom.

Beispiel:



Porträt - Objektive (80 mm bis 105 mm)

Das Porträtobjektiv nimmst du, wie der Name schon sagt, bei Porträts. Aber auch Gegenstände und Pflanzen sind ein lohnenswertes Motiv.

Was ist dabei zu beachten:

In erster Linie ist wichtig, dass sich die Person, die du fotografierst, gut vom Hintergrund abhebt. Sie soll also freigestellt werden. Das erreichst du durch eine möglichst große Blende. Dadurch entsteht ein schönes Bokeh. Der Hintergrund verschwimmt. 

Beispiel:



Standard- und Superteleobjektive (größer 135 mm)

Wann setzt du es normalerweise ein:

  • wenn du an bestimmte Motive nicht nah genug herankommst, z. B. im Zoo oder Tierpark
  • Landschaften
  • einzelne Motive, die du freistellen möchtest (Bokeh)

Was ist dabei zu beachten:

Eine größere Brennweite bedingt eine kürzere Belichtungszeit, sonst wird das Foto verwackelt. Dazu musst du gute Lichtverhältnisse haben. Ab einem bestimmten Punkt wirst du feststellen, dass du die Belichtungszeit erhöhen musst. Nun läufst du – wie schon erwähnt – Gefahr, das Foto zu verwackelt und du musst ein Stativ einsetzen. Wie alles beim Fotografieren lernen benötigt das einige Übung und Erfahrung. Nimm aber in jedem Fall ein Stativ mit, sonst kann es schwierig werden mit den Fotos.

Beispiel:


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