Woher kommt Luminar?

Anbieter und Geschichte

Du bekommst Luminar bei Skylum (vormals Macphun). Es gibt dort auch eine Testversion, sodass du nicht die „Katze im Sack“ kaufen musst. Du kannst es als eigenständiges Programm nutzen. Es ist aber auch möglich, es in Lightroom als Plug-in zu installieren. Auf diese Art der Nutzung werde ich nicht eingehen, da wir ja schauen wollen, ob es eine Lightroom Alternative ist.

Das Licht der Welt erblickte Luminar 2016. Schon damals habe ich es mir für den Mac gekauft, da mich die Filter interessierten und ich begeisterter Anhänger von Tonality bin. Tonality ist ein schwarz/weiß Tool vom gleichen Hersteller, das wirklich eine tolle Bildbearbeitung ermöglicht. Vergleichbar mit den ehemaligen NIK Filter „Silver Efex Pro“. Ich gestehe, dass Tonality für die schwarz – weiß Bearbeitung mein Favorit ist. So wie ich das sehe, kann man Tonality nicht mehr kaufen. Der Hersteller konzentriert sich wohl ausschließlich auf Luminar.

Richtig interessant wurde es, als bei Luminar die RAW Entwicklung und eine Bildverwaltung eingesetzt werden konnte. Die aktuelle Version ist Luminar 3. Im Herbst 2019 kommt die Version 4 heraus.

Vergleich Fotoverwaltung Luminar und Lightroom

Bei der Darstellung der Fotos gibt es keine nennenswerten Unterschiede zur Lightroom Alternative Luminar. Allerdings vermisse ich Folgendes:

Du kannst keine Stichworte vergeben oder Metadaten editieren. Einzig die Vergabe von Sternen und das Markieren als Favoriten wird unterstützt. Ich nutze in Lightroom oft die Smartcollection, also die Zusammenstellung von Fotos nach Stichworten oder Metadaten. Das ist in Luminar nicht möglich.

Die  Bildverwaltung ist auf die Verwaltung der Dateien beschränkt. Also Ordner anlegen, Bilder verschieben und so weiter. Einzige zusätzliche Möglichkeit ist das Anlegen von Alben, denen du Fotos manuell zuordnen kannst. Da ist Lightroom klar im Vorteil, besonders wenn du viele Fotos hast. Man merkt, dass die Entwicklung bezüglich der Fotoverwaltung noch am Anfang ist. Da werden sicherlich noch Funktionen hinzukommen.

Zum Vergleich die Ansichten bei der Verwaltung deiner Fotos. Die Vorschaubilder sind bei beiden natürlich kleiner oder größer darstellbar.

Luminar

Lightroom

So legst du einen Katalog an

Katalog anlegen

Nachfolgende Beschreibung gilt für den Mac. Ich gehe davon aus, dass die Bearbeitung und die Einstellungen auf dem PC vergleichbar sind.

So wie bei Lightroom auch, werden Informationen zu deinen Fotos in einer Datei, bzw. Datenbank gespeichert. Du kannst den Katalog, also die Datenbank über „Datei / Neu“ erstellen.

Ordner hinzufügen

Nach dem Erstellen passiert erst mal gar nichts. Wähle nun einen Ordner über das „+“ Zeichen rechts aus. Nun hast du einen Ordner mit Fotos zum Katalog hinzugefügt. Unterordner werden ebenfalls automatisch berücksichtigt.

Luminar Ordner hinzufügen

In Lightroom ist das ähnlich. Ein Unterschied, der mir aufgefallen ist, dass Luminar die Ordner beim Öffnen scannt und fehlende Dateien hinzufügt. Sind die Vorschauen einmal generiert, ist die Anzeige schnell und sieht schick aus. In Lightroom musst du das Synchronisieren manuell anstoßen.

Luminar Bildergalerie aktualisieren

Bildbearbeitung

Luminar bietet eine ganze Menge an Filter und Presets, bzw. Looks an. Ein Argument zum Kauf könnte die AI Bearbeitung sein. AI steht für „artificial intelligence“ also künstliche Intelligenz. Für die Fotobearbeitung bedeutet dies, dass der Computer alles für dich berechnet. Das wollte ich genauer wissen und habe mir ein Foto vorgenommen. Einmal mit der künstlichen Intelligenz bearbeitet und einmal mit der natürlichen – also meiner.

AI Filter Luminar

Die AI-Bearbeitung ist etwas flau. Ich habe allerdings auch die roten Rosen in der Luminanz erhöht. Das wusste die künstliche Intelligenz wohl nicht, dass die einen schönen Kontrast zum Mauerwerk bilden.

Manuell ausgewählte Filter

Das Ergebnis für mich ist, dass ich die einzelnen Filter selbst bestimmen möchte. Davon gibt es sehr viele. Du hast wirklich fast unendliche Möglichkeiten.

Bearbeitung mit Lightroom

Meine „Standardbearbeitung“ mit den Lightroomreglern

Luminar Look

Nun noch ein Beispiel mit einem vorgefertigten Luminar Look

Mit den Bearbeitungswerkzeugen hast du die Möglichkeit unerwünschte Dinge weg zu stempeln oder auszuradieren. Du kannst auch mit Ebenen arbeiten. Das geht in Lightroom nicht.

Mein Fazit

Lightroom ist nach wie vor der „Platzhirsch“ bei den RAW-Entwicklern. Wenn du aber kein Abo abschließen willst, bekommst du mit Luminar ein leistungsstarkes Paket zur Bildverwaltung und -bearbeitung.

Die Bildverwaltung ist in Lightroom ausgereifter, während die Bearbeitung und Entwicklung der Fotos in Luminar vielfältige Möglichkeiten bietet.

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Deine Meinung

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